Überflüssige und fehlende Ausrüstung

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    • Überflüssige und fehlende Ausrüstung

      Ich möchte fragen, ob ihr meint, es gibt überflüssige oder fehlende Ausrüstung, die aus dem Erstausrücker entfernt oder auf dem Erstausrücker sein soll?

      Zum Beispiel, ich habe gesehen (ich komme aus Polen), dass sie haben verschiedene Feuerlöscher. Wie oft benutzt ihr sie? Findet ihr, dass sie (nicht alle, Pulverfeuerlöscher ist sehr wichtig) durch die mehr brauchbare Geräte ersetzt werden sollten ?
    • Das kommt darauf an....

      Standardisierte Beladung ist in den meisten Fällen ausreichend.
      ABER: Ich bin eigentlich über die Zeit ein Gegner des Spruchs: "Es brennt überall gleich" geworden.
      Das tut es heutzutage nämlich nicht mehr.
      Mann könnte eventuell sagen: "Der Wald bestehend aus 70% Fichten, 20% Tannen und 10% Laubgehölz brennt bei uns gleich, wie der Wald in der selben Zusammensätzung in selber geografischer Lage in der Nachbargemeinde..." Das wars dann aber auch schon...

      Kurz gesagt:
      Gefährdungsanalyse, Welche Materialien werden von ansässigen Betrieben verarbeitet/erzeugt, was kommt im Einsatzbereich noch besonderes vor? Benötigen diese besonderen Voraussetzungen besondere Ausrüstung?
      Und dann anschaffen.

      Umgekehrt: Wenn es in der gesamten Umgebung keine Unterflurhydranten gibt, dann brauche ich auch kein Standrohr.
      Mauric Thomas, FF Apfelberg (Steiermark)
      feuerwehr-apfelberg.at
      bfvkf.steiermark.at
      Mein Posting - Meine Meinung !!!
    • Was soll es bringen, wenn man 2 Feuerlöscher aus dem Auto räumt? Was gibt er statt dessen rein? Der Erstangreifer kann zum ergänzenden Löschfahrzeug werden, wenn er zB in die Nachbargemeinde fährt. Die Baurichtlinien haben schon ihren Sinn.

      @thomas: Ich gebe Dir recht was spezielle Löschmittel für die Industrie betrifft, zB alkoholbeständiger Schaum wenn ich so einen Betrieb habe. Aber was bringt es das Standrohr aus dem Auto zu räumen? Irgendwann kommst in die Nachbargemeinde und brauchst es dort (ok, einmal in 50 Jahren vielleicht), das Ding hat keine 10 Kilo.
    • Also ich würde die Feuerlöscher nich runternehmen, weil man sich im Einsatz ja auch gewisse Alternativen offen lassen soll.
      Und Fakt ist, dass nicht jeder Brandeinsatz mit einem Feuer verbunden ist, sondern kann auch kleiner ausfallen. Und gerade wenn kleinere Elektrogeräte glühen, Klimaanlagen etc., dann kann man sich ruhig die Zeit nehmen um zum Auto zurückzugehen und einen CO2 Löscher zu holen, bevor man mit einem Pulverlöscher mehr Schaden anrichtet.
      Geschmacksache ist vielleicht sowas wie Kübelspritze.

      Man sollte sich halt immer dessen bewusst sein, dass sobald man etwas runter nimmt vom Auto, dann beraubt man sich selbst und Kameraden einer Alternative. Ich bin auch kein Fan vom Überladen von Fahrzeugen, aber man sollte sich immer mindestens 2 Alternativen offen halten, wenn möglich.
      Der Horizont der meisten Menschen ist ein Kreis mit dem Radius 0. Und das nennen sie ihren Standpunkt. (Einstein)
      Und das schließt mich selbst nicht aus, jedoch bin ich gern bereit das zu ändern.
    • ganzaltesstrahlrohr schrieb:


      @thomas: ........ Aber was bringt es das Standrohr aus dem Auto zu räumen? Irgendwann kommst in die Nachbargemeinde und brauchst es dort (ok, einmal in 50 Jahren vielleicht), das Ding hat keine 10 Kilo.
      Bin deshalb auf das Standrohr als Beispiel gekommen, weil wir seit Jahrzehnten keines haben....


      Scheucher schrieb:


      Und gerade wenn kleinere Elektrogeräte glühen, Klimaanlagen etc., dann kann man sich ruhig die Zeit nehmen um zum Auto zurückzugehen und einen CO2 Löscher zu holen, bevor man mit einem Pulverlöscher mehr Schaden anrichtet.
      Geschmacksache ist vielleicht sowas wie Kübelspritze.
      Und genau hier (Zeit haben) gilt für mich immer die Kübelspritze. Der Inhalt kostet nichts, und der Wasserschaden lässt sich mit einem WetEx beheben. Der CO2 Löscher ist kostentechnisch weit über das Ziel hinausgeschossen.
      Mauric Thomas, FF Apfelberg (Steiermark)
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    • Also eine Kübelspritze hat mit einem Kohlendioxidlöscher gar nix zu tun. Abgeschlosene Maschinen, Kabelschächte, w.o. beschrieben Klimageräte wirst mit der Kübelspritze kein Glück haben. Und zu den Kosten: Zumindestens in NÖ ist es so, dass dies ein Sonderlöschmittel ist, welches verrechnet werden kann. Blasen wir einen leer, wurde das bis jetzt anstandslos gezahlt.

      Aber noch einmal: grundsätzlich halte ich die (NÖ) Ausrüstungsvorschrift für vernünftig (Die der anderen Bundesländer auch, aber die kenne ich nicht so genau). Ich will mir gar nicht ausmalen, was in den Autos drinn wäre, gäbe es die Vorschrift nicht...
    • Ad CO2-Löscher: Also ich meinte den halt als zusätzliches Löschmittel abseits von Wasser.
      Wobei man sich imho schon leichter tut, bei gewissen Szenarien, wie von ganzaltesstrahlrohr beschrieben. Aber wie gesagt is Geschmacksache. (Bekanntlich bekommt man jedes Feuer irgendwann mit dem Gartenschlauch gelöscht ;) )

      Also wo ich gerne einsparen würde, das wären die Hochdruckstufe in der Einbaupumpe.
      Schnellangriff mit Normaldruck bei PKW-Brand abwärts is total ausreichend. Also ich sehe die Notwendigkeit absolut nicht (mehr).

      Dachmonitor ist auch so ein Ding, was ich nur sehr eingeschränkt sinnvoll finde. Monitor als abgesetztes Teil is brauchbarer.

      Und das Thema Schläuche halt:
      Es gibt Schlauchtragekörbe, Pakete, Container etc. und sehr viele Feuerwehren verlasten sie halt relativ unkreativ doppelt gerollt. Also da gibt es sicher bessere Lösungen. Das kann man auch alles vorfertigen und den Gegebenheiten des Einsatzgebietes anpassen.

      Was ich eher hinzufügen möchte von unseren deutschen Kollegen sind Einmann-haspeln, vor allem für den TH-Bereich Absperren und Absichern. Sicherungsmaterial, Schilder, Blitzer und den ganzen Klimbim könnte man da raufpacken. Eine Person schiebt das Teil und die andere stellt Pylonen etc. ab.
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      Und das schließt mich selbst nicht aus, jedoch bin ich gern bereit das zu ändern.