Atemschutz Leistungstest (ASLT) ab 2016 in OÖ

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Atemschutz Leistungstest (ASLT) ab 2016 in OÖ

      Ab 01.01.2016 gilt in OÖ eine neue Richtlinie für die Feststellung der AS-Tauglichkeit. Ein Teil davon ist der jählich, in der FF durchzuführende Körpertest.

      Durchführungsrichtlinie ASLT
      ooelfv.at/aktuelles/news/beitr…t-fuer-atemschutztraeger/

      m.M. nach eine gute Sache und einfach durzuführen. Wie aber die Station 4 (Hindernisse) aussehen soll ist mir nicht ganz klar. Abwechselnd drunter und drüber,ja aber wie viele Hindernisse ("8 m Bahnlänge" können 4 sein oder 3+Bereich zum Aufstehen und Hinlegen, oder hab ich da was überlesen)?
      Wäre gut, wenn das eindeutiger wäre, denn das Video hilft wegen des Schnitts auch nicht weiter...
      Ansonsten werden wir sicher unsere Leute das Ganze mal ohne AS durchlaufen lassen, quasi zur Eingewöhnung. Für die eingentliche Prüfung brauchen wir dann ohnehin das ASF.
    • Nun ja, ob 3x hin und zurück sind bei 4 anstelle von 3 HIndernissen immerhin 25% mehr. Sind also statt 9x drunter und 9x drüber schon je 12x und das in 3 Minuten (10 bzw. 7,5 Sekunden pro Hindernis).
      Wenn man bedenkt, dass der ein oder Andere schon ohne dem zusätzlichen AS-Gerät am Rücken aufgrund des Körperbaus probleme mit den 60 cm hat wirds lustig. Aber so soll es ja auch sein, nur dürfen am Ende nicht ausschließlich Vollblut-Sportskanonen übrig bleiben. Von denen haben wir nicht so viele...

      Und was letzten Endes die meisten Probleme bereitet wird sich zeigen. Anstrengung ist subjektiv und je nach Aufgabe bei jedem Anders. Der eine sprintet dir aufs Dach und lässt dafür die zwei Kanister auf halber Strecke fallen, der andere Wuchtet die Dinger rum wie Spielzeug und kommt bei den Hindernissen kaum hoch usw. ...

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von 04107 ()

    • So wie ich das verstehe werden die Leistungstests in der Feuerwehr selber durchgeführt.

      Aber was ich nicht sehe: Gibt es Konsequenzen wenn die Tests jemand nicht macht. Verliert er die AS-Tauglichkeit.

      Ich werde ja nicht so blöd sein einen AS-Träger auszuscheiden weil er den Test nicht machen will.....
      ist natürlich nur meine persönliche Meinung


      Meine Feuerwehr im sozialen Netzwerk

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von matschy ()

    • Ich finde diesen Test eine sehr interessante Sache, habe dazu allerdings nochmal ein paar Fragen: ich als Nicht- Österreicherin hba ekeinen Plan, welche Prüfung davor vorgeschrieben gewesen ist. Gab es eine?

      In Deutschland muss ein AGT
      - die G 26.3 besitzen (alle 3 Jahre zur Untersuchung, ab 50 Jahren jedes Jahr), Tragen von umluftunabhängingen Atemschutzgeräten
      - 18 Jahre alt sein
      - einen Lehrgang als AGT gemacht haben
      - jährlich einen Einsatz unter Atemschutz bzw. eine einsatznahe Übung vorweisen können
      - einmal jährlich in der Atemschutzstrecke eine definierte körperliche Leistung erbringen (Laufband, Endlosleiter, Hammerziehen, Atemschutzstrecke)

      Wird eine der leistungen nicht erbracht, ist Schluss mit PA tragen.

      Wie ist das denn in den anderen Teilen Österreichs geregelt?
      Wer nie vom Weg abkommt, bleibt auf der Strecke.
    • So wie ich das verstehe werden die Leistungstests in der Feuerwehr selber durchgeführt.Aber was ich nicht sehe: Gibt es Konsequenzen wenn die Tests jemand nicht macht. Verliert er die AS-Tauglichkeit.Ich werde ja nicht so blöd sein einen AS-Träger auszuscheiden weil er den Test nicht machen will.....


      Das liegt ganz da dem Durchsetzungs vermögen vom Kommando. Wenn einer denkt er kann das auch ohne Üben dann ist er fehl am platz. Wenn ich beim Führerschein einige Nachschulungen nicht mach, bin ich ihn ja auch los...

      ​Ich finde diesen Test eine sehr interessante Sache, habe dazu allerdings nochmal ein paar Fragen: ich als Nicht- Österreicherin hba ekeinen Plan, welche Prüfung davor vorgeschrieben gewesen ist. Gab es eine?


      Das ganze ist fast gleich wie bei euch " 18 Jahre/ Feuerwehr Tauglichkeits Test beim Arzt des Vertrauens/ Kurs in der LF Schule/ 2 mal im Jahr sollte er das Gerät Einsat/Übuns mäßig schon in Benutzung haben....
      obg

      Zeily

      Wer nichts weiß muss alles glauben
    • Wobei "mach mal zwei Übungen" sich doch deutlich von "Erbringe eine definierte Leistung in einer Atemschutzstrecke" unterscheidet.

      Mein Einsatz unter Atemschutz ist z.B. gewesen, als ein PKW einen Stromkasten umgefahren hatte und wir, außer den umliegenden Bereich zu kühlen, nichts tun konnten, bis nach ca. 30 min der Strom abgestellt werden konnte.
      Das war eher gemütliches Rumstehen, als körperliche Anstrengung.
      Wer nie vom Weg abkommt, bleibt auf der Strecke.
    • matschy schrieb:

      So wie ich das verstehe werden die Leistungstests in der Feuerwehr selber durchgeführt.

      Das ist der Sinn der der Sache

      matschy schrieb:

      Aber was ich nicht sehe: Gibt es Konsequenzen wenn die Tests jemand nicht macht. Verliert er die AS-Tauglichkeit.

      Ja, wie bisher. Wenn man keine Wiederholungsuntersuchung machte war man auch nicht tauglich...

      matschy schrieb:

      Ich werde ja nicht so blöd sein einen AS-Träger auszuscheiden weil er den Test nicht machen will....

      Doch! Denn bei den in der FF durchgeführten ASLT bestätigt der KDT mit seiner Unterschrift das Bestehen/nicht Bestehen und somit ist die Haftungsfrage bei Ihm. Daher wird er keinen AS-Träger einsetzen, der gemäß Test nicht tauglich ist. Bei den Untersuchungen beim Arzt (jetzt nur mehr alle 5 Jahre) verlor sicher schon so mancher den Überblick.
    • Naja, dann gratuliere ich jetzt schon unserem AS-Wart dies durchzusetzen.

      Die Untersuchung ging ja noch, da war sich jeder bewusst dass die zu machen ist, auch wenn es bei manchen immer ein Kampf sie zum Arzt zu schicken. Aber bei der Leistungsprüfung habe ich Angst auf einen Schlag einige AS-Träger ausscheiden zu müssen, womöglich inkl. mir selber - wo es nicht am Willen liegt, aber ich bin nicht sicher nach einem Unfall mit zertrümmerten Fuß diesen Parcour zu schaffen. :down:

      Das Ergometer bei der Untersuchung und einmal im Jahr der Käfig in der LFS war diesbezüglich kein Problem, dieser Parcour ist ein anderes Kaliber.
      ist natürlich nur meine persönliche Meinung


      Meine Feuerwehr im sozialen Netzwerk
    • Meines Erachtens wird hier Verantwortung auf den Kommandanten abgewälzt.

      Bsp.:
      a) Ein Mitglied besteht dieses Fitnesstest und geht nach 3 Monaten in einen AS Einsatz und es kommt zu einem Unfall aufgrund mangelnder Fitness
      b) Ein Mitglied absolviert den Fitnesstest nicht, geht aber trotzdem in den Einsatz und es kommt zu einem Unfall

      Wer ist verantwortlich am Ende des Tages? Bisher gab es ein ärztliche Bestätigung über die Tauglichkeit/Untauglichkeit.
      Freiwillige Feuerwehr Wallern/Tr. (Oö)
      www.feuerwehr-wallern.at
    • Ich kenne jetzt nicht deinen Gesundheitszustand und habe diesen Test noch nicht selbst ausprobiert. Ich finde, die Aufgaben klingen machbar und sind mit den Belastungen z.B. bei einem Zimmerbrand vergleichbar. Wobei hier noch die Hitze und der Stress fehlen, was nunmal schlecht einsatznah simuliert werden kann. Irgendwo muss die Grenze zu "nicht tauglich" gezogen werden, auch wenn es persönlich weh tut.

      Bei Atemschutzgeräteträgern ist eine gute körperliche Verfassung ein MUSS. Da hilft "ein Auge zudrücken" nicht weiter. Der AGT macht nämlich im schlimmsten Fall beide Augen im Einsatz zu...
      Wer nie vom Weg abkommt, bleibt auf der Strecke.
    • Zur Verantwortung: Die hat erstmal jeder AGT selbst.(So ist es zumindest in der FwDV 7 in Deutschland geregelt)
      5 (!) Jahre sind eine verdammt lange Zeit, die zwischen den gesundheitlichen Untersuchungen liegt. Ich kann auch beim Arzt gewesen sein, alles ist top und ich habe danach einen Unfall, der mich einschränkt. Wenn ich dann nicht selbst von mir aus sage "ok, das war es erstmal", bin ich selbst dran schuld.
      Wer nie vom Weg abkommt, bleibt auf der Strecke.
    • Naja, liebe Chlorwassergazelle.
      Der IA macht mir wirklich nix aus, aber zB habe in unserem gesamten Pflichtbereich kein Objekt wo ich 4 Stockwerke Anmarschweg hätte (ausgenommen der Kirchturm), in den 15 Jahren seit ich den AS-Lehrgang habe, habe ich kaum einen längeren Anmarschweg wie 30 Meter gehabt, und da habe ich noch genug Reserven für den Einsatz, auch wenn ich körperlich und/oder konditionell angeschlagen bin.

      Ich persönlich werde schon hintrainieren darauf, ich gehe auch aussertourlich oft As-Strecken, aber ich so manche meiner Kamerade einschätze, werden viele den Hut drauf hauen, das finde ich schade.

      Aber mal schauen, es ist ja noch Zeit und von unserem Kommando hat sich noch niemand darüber besprochen, also mal abwarten und Tee trinken. Dies sind nur meine persönlicen Eindrücke von der ganzen Geschichte.
      ist natürlich nur meine persönliche Meinung


      Meine Feuerwehr im sozialen Netzwerk
    • Hallo Leute,

      ich habe den Körpertest bereits absolvieren dürfen und möchte euch meine Gedanken dazu mitteilen:

      Ich bin nicht unbedingt der sportlichste Feuerwehrmann, bei der bisherigen Atemschutzuntersuchung wurde mir aber trotz meines Übergewichtes eine gute Belastungsfähigkeit bescheinigt. Als Angestellter sitze ich viel im Büro, zur körperlichen Ertüchtigung kann ich mich eher selten durchringen, gelegentlich arbeite ich am elterlichen Bauernhof bei der Ernte mit. Außerdem bin ich Nichtraucher.

      Meine Erfahrungen bzw Eindrücke zu den einzelnen Stationen:

      Das Gehen am Anfang bringt nicht nur den Kreislauf langsam in Schwung, die Station ist auch sehr einsatznah. Ich habe es selbt schon bei Einsätzen erlebt, dass du erst einmal einen längeren Anmarschweg hast bevor du überhaupt zum eigentlichen Auftrag kommst.

      @matschy: Auch wenn euer Pflichtbereich nicht mit langen Anmarschwegen aufwarten kann, ist dies trotzdem eine einsatznahe Situation. Was ist wenn du von eurem Tank 2 B-Längen bis zum Verteiler hast (Zufahrt bis unmittelbar vor das Objekt nicht möglich) und du stehst vorne und dir fällt ein, dass du noch einen Ausrüstungsgegenstand im Auto vergessen hast. Hin- und Rückweg sind dann gute 80 m und da bist dann schon nahe an der Anforderung vom Körpertest.

      Resümee aus Station 1: Das Gehen ist kein Problem, die Arme werden aber schon lang gegen Ende der vorgegebenen Strecke. Das Zeitfenster ist so ausgelegt, dass man mit flotter Gehgeschwindigkeit leicht auskommt. Das muss auch einer schaffen der kein Atemschutzgeräteträger ist.

      Beim Stufensteigen ist die Belastung schon etwas höher. Wichtig ist hier eine gewisse Gleichmäßigkeit, es bringt nichts wenn man 3 Stockwerke rennt und dann nicht mehr kann. Wenn man mit der Geschwindigkeit unterwegs ist, mit der man auch Daheim den Höhenunterschied zwischen Keller und Erdgeschoß bewältigt, kommt man mit der Zeit schön hin. Es sollte dann sogar noch etwas Verschnaufpause zur Verfügung sein, die man im Einsatz oft nicht hat. Wenn jetzt das Argument kommt "wir haben ja gar keine so hohen Gebäude" kann ich nur wieder sagen: wenn du im Einsatz etwas vergessen hast, vielleicht im Stiegenhaus ein Schlauch klemmt oder du irgendwas aus einem Gebäude raustragen musst, kanns dir auch passieren, dass du innerhalb kurzer Zeit 3 mal in den ersten Stock und wieder runter musst.

      Resümee aus Station 2: Einsatznah, anstrengend aber absolut schaffbar. Man darf sich halt nicht davon aus der Ruhe bringen lassen, wenn die Oberschenkel ein bisschen zu brennen beginnen. Auch hier gilt: ist für einen nicht Atemschutzträger auch zu schaffen (ich rede hier nicht von älteren Reservisten die oftmals die Tageseinsatzbereitschaft leisten und sich vielleicht als Maschinist an der Pumpe wohler fühlen anstatt mittendrin statt nur dabei zu sein)

      Das Reifenschlagen war mir persönlich die liebste Station, obwohl ich mir am wenigsten vorstellen hab können was mich erwartet. Hier kommt es vor allem auf die Technik an, nicht so sehr auf Kraft. Wer schon einmal mit einem Vorschlaghammer gearbeitet hat und den Hammer "ziehen" lässt kann diese Station auch schon als erledigt ansehen. Wenn ich mich aber mit beiden Händen verkrampft am Stiel festhalte und mit dem Oberkörper gebückt hin und her wackle wird sich der Reifen pro Schlag nicht weit bewegen. Und dann brauch ich die vollen 2 Minuten um den Reifen über die vorgegebene Strecke zu befördern.

      Resümee aus Station 3: Hatte nur kurz vorher eine Einsatzsituation wo ich unter Atemschutz eine Lärmschutzwand mit einem Vorschlaghammer geöffnet habe (vgl Brennpunkt 6/2015 64f) - daher auch wieder einsatznahe Belastung und schaffbar. Ich persönlich habe für diese Station nur 33 Sekunden benötigt, war aber dann ganz froh darüber einmal kurz durchschnaufen zu können.

      Bei Übersteigen und Unterkriechen habe ich mir am Schwersten getan. Das Übersteigen ist da noch das Leichteste. Beim Unterkriechen muss man sich ziemlich flach machen und mit den Armen durchziehen (oder man dreht sich seitlich durch). Beim Aufstehen geht die Hauptbelastung dann in die Arme die den Oberkörper hoch drücken (ich vergleichs mal mit Liegestütz mit Balast) und die Oberschenkel die vielleicht vom Stiegensteigen noch etwas angeschlagen sind. Das war mMn das Anstrengendste.

      @04107: die Höhe der Hindernisse ist - denke ich - ein Kompromiss daraus, dass man noch drüber steigen kann und trotzdem schön unten durch kommt. ich habe selber einen nicht unerheblichen Bauch und bin mit dem PA leicht unten durch gekommen. Man darf halt keine Angst vor dem Boden haben und sollte vorher den Platz zusammenkehren, nachher ist er auf jeden Fall sauber ;)

      Resümee aus Station 4: Relativ anstrengend für mich aber es ist auch zu schaffen. Wenn Nicht-AS-Träger diesen Fitnesstest machen ist dies natürlich durch den fehlenden PA eine wesentliche Erleichterung.

      Beim Schlauchwickeln kommt für den Körper jetzt nach der Summe der Belastungen eine Aufgabe die vor allem die koordinativ herausfordernd ist. Die Muskeln brennen, man schnauft vielleicht schon wie eine alte Dampflok, ein ordinärer C-Schlauch wird subjektiv gesehen plötzlich auch schwer und dann darf sich diese verda**te Kupplung am anderen Ende nicht bewegen... Da sind der gesamte Körper und der Geist gefordert.

      Resümee aus Station 5: Der Körper zeigt einem zum Schluss schon, dass es langsam genug wird und man muss sich schon zusammenreißen das ganze richtig zu absolvieren. Aber auch hier gilt es ist schaffbar.

      Generell muss ich sagen auch ich bin mit sehr gemichten Gefühlen zum Körpertest angetreten. Im nachhinein betrachtet war es anstrengender als 6 Minuten auf dem Ergometer, hat mir aber auch gezeigt wie fit ich bin und ob ich den Belastungen des Atemschutzeunsatzes für ein weiteres jahr gewachsen bin. Hier ist natürlich auch eine gewisse Eigenreflexion von Nöten. ich habe für mich erkannt dass ich - obwohl ich die Aufgaben immer unter der Maximalzeitvorgabe absolviert habe - an meiner allgemeinen Fitness arbeiten muss ich den Einsatzbelastungen aber stand halten kann. Ich gehe daher mit ruhigem Gewissen in den nächsten Atemschutzeinsatz.

      Man kann natürlich auch angfressen sein auf den bösen LFV, den Kommandanten und den AS Wart weil man am nächsten Tag einen Muskelkater hat und einen sowieso alle nur schikanieren und bloßstellen wollen. Wenn einem der Doktor früher mit zwei zugedrückten Augen das Pickerl für weitere 3 Jahre gegeben hat und im stillen Kämmerlein gesagt hat man muss mehr trainieren oder fitter werden hat man das schön für sich behalten können. Jetzt ists halt eine andere Form der Feststellung der Tauglichkeit und mMn sicher keine schlechtere.

      Ob ich dann am Tag des Einsatzes tatsächlich tauglich bin, muss ich ohnehin immer noch selbst entscheiden. Wenn ich einen schlimmen Schnupfen hab oder vielleicht beim Familienessen zu Weihnachten einmal zu viel Nachschlag geholt habe, so dass ich unter Belastung in die Maske reiern würde, dann muss ichs halt gehen lassen.
      mkG,

      Andreas Brandmayr
    • Danke brandman für deine Erfahrungen aus erster Hand! Mir geht es konditionell ähnlich wie dir (Bürojob) und hab die Stationen ähnlich eingeschätzt, werde aber bald mehr sagen können. Hab vor das ganze demnächst mal anzutesten...

      Um meine Frage zu Station 4 nochmals aufzuwerfen: haben sie dich über drei oder vier Hindernisse "gequält"?
    • Hallo!

      @ chlorwassergazelle:
      Die Atemschutzuntersuchung ist nicht in allen Bundesländern in Österreich gleich geregelt. In Oberösterreich war es bisher ein Untersuchungsintervall von 3 Jahren, Ab 50 ein Jahr. Die Untersuchung dürfte sehr ähnlich eurer G26.3 sein (BelastungsEKG etc).
      Ab 2016 soll sich das Untersuchungsintervall für unter 40-jährige auf 5 Jahre erhöhen, zwischen 40 und 50 Jahren bleibt es 3-jährig und ab 50 muss man weiterhin jedes Jahr zum Arzt. Der Modus bei der Untersuchung dürfte sich auch ändern va beim BelastungsEKG. Da soll statt einer fixen Wattzahl über eine bestimmte Zeit zukünftig "auf Endanschlag" gefahren werden, also bis man "vom Rad kippt" (so hat man es mir gesagt, Mediziner wissen sicher wie das genau zu bewerten ist...)
      Der zukünftige Atemschutzleistungstest ist dann eben die definierte körperliche Leistung, die unter PA zu erbringen ist, was es bisher ja nicht gegeben hat, nur 2 Übungen/Einsätze unter PA ohne Leistungsanforderung. Mit dem Untersuchungsintervall von 5 Jahren unter 40 bin ich persönlich nicht so glücklich, weils eben wirklich ziemlich lang ist. Allerdings wird man sich das im LFV sicher gut überlegt haben, und soweit ich weiß, waren an der Ausarbeitung der neuen Richtlinie auch Mediziner beteiligt, also wird es schon vertretbar sein. Es ist auch so, dass man auch innerhalb des Untersuchungsintervalls zur Untersuchung muss, wenn man beim Leistungstest "gröbere Probleme" bekommt.

      @matschy:
      Ganz ehrlich, wenn eure ASTräger aufhören wollen, weil sie einmal im Jahr eine Belastungsübung absolvieren sollen, dann liegt das Problem aber nicht an der Belastung... Ich komme selber aus einer nicht sehr großen FF, und ich kenne viele Probleme, die man mit seinen "Spezialisten" so haben kann... Aber wenn einer klipp und klar sagt, das mach ich nicht, weil das ist mir zu blöd/ist vielleicht zu anstrengend/ist vielleicht nicht 100% auf mein Einsatzgebiet abgestimmt/ist wasweißichwas... dann ist er eben kein Atemschutzträger mehr. Fertig, aus. Und ja, ich kenne die Probleme, die man untertags in einer Land FF oft mit AS Trägern hat. Und dann hat man oft gerade die zur Verfügung, die den Leistungstest sicher nicht machen wollen/denen man wegen dem Untersuchungstermin x-mal nachrennen muss/die aber selten so wirklich hochmotiviert ihre 2 Übungen pro Jahr absolvieren/die halt irgendwie so mitlaufen und das allernotwendigste an Aufwand grade so machen/die halt grade so bei der Untersuchung durchkommen.... Da gibt's oft ziemliche Überschneidungen, komischerweise... Und dann fährt man zu dem einen Einsatz in x Jahren, wos halt auch für die kleine FF mal "wirklich um was geht"... Und dann besteht der Trupp aus der Sorte Spezialisten, bei denen Strahlrohr halten unter PA beim Stadelbrand "eh nu geht"... Da könnts dann blöd werden... Und deswegen bin ich der Meinung, wer diesen Leistungstest nicht schafft, oder von vornherein nicht macht, GEHÖRT WEG als ASTräger. Ja, klingt hart, aber ich denke, ein ASTräger muss vollwertig einsetzbar sein und einfach eine gewisse Belastbarkeit haben. Und wenn ich lauter "geht eh nu" Träger habe, ist es in manchen Situationen besser, keine zu haben, als solche, die in anstrengenden Situationen vielleicht noch selbst zur Gefahr werden...
      Und zur Realitätsnähe des Tests hat eh brandman oben schon was geschrieben, ergänzend dazu nur noch: ich bin noch nie, wirklich absolut niemals im Atemschutzeinsatz mit einem Fahrrad gefahren....und trotzdem muss ich beim Doc auf den Ergometer... Könnnte vielleicht an der definierten und nachzuvollziehenden Belastung liegen...

      Probleme in der Durchführung sehe ich trotzdem teilweise vor allem für kleinere FFen, nämlich dann, wenn man wenige Geräte/Masken/Flaschen hat, aber viele Träger, die den Test absolvieren sollen. Das sollte sich aber evtl organisatorisch lösen lassen, wenn man vielleicht mehrere FFen zusammenfasst und einen gemeinsamen Testtag macht und sich dann evtl ein ASF dazuholt, oder das bei einer FF mit Flaschenfüllmöglichkeit macht... Aber die Anzahl der Masken ist sicher trotzdem noch ein Problem. Man kanns aber wahrscheinlich auch an mehreren Terminen übers Jahr verteilt in der eigenen FF im kleinen Rahmen machen... Ist ja auch nur eine Atemschutzübung in halt etwas spezieller Form.

      zur Haftungsfrage:

      Wenn ein ASTräger 2 Wochen nach der mit Bravour bestandenen AS Untersuchung beim Doc im AS Einsatz einen Herzinfarkt erleidet
      -> grundsätzlich schlimme Sache, aber haftungsmäßig für niemanden ein Problem, der Doc kann nachweisen, dass der Träger zum Zeitpunkt der Untersuchung gemäß den Richtlinien tauglich war und kein medizinisches Problem hatte, der Herzinfarkt war halt einfach ein nicht vorhersehbarer Unglücksfall

      Wenn der ASTräger 2 Wochen nach dem mit Bravour bestandenen Leistungstest im Einsatz einen Herzinfarkt erleidet
      -> grundsätzlich schlimme Sache, aber haftungsmäßig kein Problem, da der Kommandant nachweisen kann, dass der Träger innerhalb des gültigen Untersuchungsintervalls ist und den Leistungstest gemäß den Richtlinien ohne Probleme bestanden hat -> der Herzinfarkt war ein nach gültigem Testprozedere nicht vorhersehbarer Unglücksfall

      Wenn der ASTräger 2 Wochen nach dem eigentlich nicht bestandenen, aber mit 2 zugedrückten Augen doch bestandenen Leistungstest im Einsatz einen Herzinfarkt erleidet
      -> grundsätzlich schlimme Sache, die evtl relativ dreckig enden könnte. Kommandant kann nachweisen, dass der Kamerad den Leistungstest vorschriftsmäßig absolviert hat -> kein Problem (außer moralisch), wenn es keiner anzweifelt
      Wenn aber dann aufkommt, dass "es den Sepp eh so herghaut hot, der hot jo scho bei der vierten Station aufgebn, und abwechselnd kasweiß und hochrot war er im Gsicht und hots kaum mehr daschnauft....oba mia brauchn hoit die Atemschutzträger"... dann könnte das Ganze moralisch und juristisch ein recht böses Ende nehmen... (Und ich denke so etwas kommt in solchen Situationen irgendwann auf...)
      Ist aber grundsätzlich nichts anderes, als wenn ich jemand wissentlich mit abgelaufener Untersuchung in den Einsatz schicke... Also ich will damit sagen, dass der bestandene Leistungstest zukünftig als Teil der Atemschutztauglichkeit zu sehen ist, und wenn der Test nicht bestanden oder nicht absolviert wurde, ist es wie wenn bisher die Untersuchung abgelaufen war -> Pickerl weg, kein Atemschutzeinsatz! Die Verantwortung dafür trug auch bisher schon der Kommandant. Es soll aber auf jeden Fall eine Motivation sein, den Leistungstest ernst zu nehmen und eben nicht beide Augen zuzudrücken...


      mkg, brandler
    • Grüße,

      Also wir haben in unserer Wehr auf mein Anliegen hin ebenfalls den Test nachgestellt.

      Schön beim Durchsprechen der Stationen gingen die ersten Wogen (nicht gerade leise) hoch.
      Ich sag nur: wer denk sich so n sch.. aus, schaffen's wohl eh selbst nie aber uns des aufdrückn usw.

      Unser Resümee nach dem Test ( 2 Tester und sonst Zuschauer!! )
      Grundsätzlich ist er machbar, es werden aber viele ATSler an ihre Grenzen stoßen.

      Erkenntnisse / Vermutungen aus der Nachbesprechung:
      ca. 1/3 - 1/2 weniger taugliche ATSler in OÖ ( denken dass viel mit40er und älter gar nicht mehr antreten )
      Organisatorischer Aufwand nicht unerheblich um alle ATSler in der Wehr 'abzuarbeiten' ( Zeit jedes einzelnen usw.)

      Persönliche Meinung:
      Ich finde den Test sehr gut da der Fitnessgrad unserer Freiwilligen Feuerwehren stätig sinkt.
      (also auch alle Mitglieder zum Zuschauen und Mitmachen animieren)

      MkG
    • Grundsätzlich finde ich eine gewisse Überprüfung nicht schlecht.
      Nur: Eine Reine Abwälzung der Verantwortung und Umsetzung auf die Kommandanten bzw. die Feuerwehren geht irgendwie gar nicht.
      Hat sich irgendwer überlegt welche Auswirkung das z.B. auf die Feuerwehren mit Atemschutzfahrzeugen / Atemluftkompressoren hat? Diese sind nämlich alleine mit den Übungen schon ziemlich gut ausgelastet. Eine Überprüfung mit (auch alten) Filtern war nie Thema?