Heimrauchmelder

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    • Heimrauchmelder

      Aus gegebenen Anlaß, möchte ich von euch gerne wissen, ob ihr es auch als sinnvoll erachtet, das Heimrauchmelder per Gesetz vorgeschrieben werden, zumindest bei Neubauten?

      In NÖ ist man der Meinung, das man den Bürgern nicht noch ein Gesetz aufbrummen kann im Baurecht. (Auf ORF zum nachlesen)

      Die Regierung möchte weiterhin an die Bevölkerung appelieren Heimrauchmelder eigenmächtig anzubringen und nicht per Gesetz vorschreiben.

      Das System welches die FW Gloggnitz hat ist, find ich genial.
      Sobald ein neuer Gloggnitzer/in das Licht der Welt erblickt, übergibt die Feuerwehr den stolzen Eltern einen Heimrauchmelder.

      Danke für eure Rückmeldungen....
    • RE: Heimrauchmelder

      Als Kärntner kann ich die verpflichtende Ausrüstung von Wohnräumen mit Heimrauchmeldern AUSNAHMSLOS BEFÜRWORTEN!

      Wie man aus den Medien entnehmen kann sind letzten Freitag in Villach tragischerweise 2 Menschen in Ihrer ausgebrannten Wohnung tot aufgefunden worden.
      Die Brandursache dürfte Zigarettenglut gewesen sein.

      Wenn diese Personen von einem geeignteten Rauchmelder gewarnt worden wären, würden sie mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit noch leben...

      Aber Gesetze sind nur soviel wert wie Ernst sie genommen werden...
      www.ffarnoldstein.at

      my post, my opinion

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Chriszde ()

    • Ich persönlich bin dafür, dass sich jeder, den sein leben etwas Wert ist sein Heim mit Rauchmeldern (wie die dann auch immer aussehen, ob vernetzt oder nicht) ausstattet.
      An den Kosten sollte es ja, noch dazu wenn es sich um einen Neubau handelt nicht scheitern.
      Ich habe wie schön öfters hier im Forum erwähnt mein ganzes Haus mit Heimrauchmeldern ausgestattet. Ich fühle mich einfach wohler, wenn ich weiss, dass mich "jemand" weckt wenns brennt und das nicht die Kameraden der FF sind (sofern die einen noch wecken können).
      Natürlich denken wir FF´ler da wahrscheinlich anders als jene die nicht bei der FF sind. Man hört ja immer wieder in den Medien dass die Zahl der Einbrüche stetig steig, aber wieviele von uns haben eine Einbruchsmeldeanlage?
      Die könnte man dan auch gleich noch per Gesetz zu den Rauchmeldern beschliesen.
      Also ich würde mit Aufklärungsarbeit auf Freiwilligkeit setzten.
      LG
      „Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher.“

      Albert Einstein

      das ist meine persönliche Meinung
    • In Kärnten ist die Verpflichtung für den Einbau von Rauchmeldern in das Baurecht aufgenommen worden.

      Seit 1.10.2012 müssen bei Neubauten Rauchmelder montiert werden und bis 30.06.2013 müssen auch alle bestehenden Wohnungen nachgerüstet werden.

      Laut meinen Informationen kontrolliert der Rauchfangkehrer bei der jährlichen Hauptkehrung die Einhaltung des Gesetzes.

      SicherheitsinformationsZentrum dort findet sich auch ein Test über Rauchmelder, welcher zwar von der Stiftung Warentest ist, jedoch ist der Test des österreichischen Testmagazin "Konsument" aus dem Jahr 2013 zu 99% ident.
      Alles was ich hier schreibe ist meine persönliche Meinung :)

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Asterix ()

    • Auch wenn es gesetzlich vorgeschrieben ist bringt es nur bedingt etwas wenn das Bewusstsein dafür in der Bevölkerung nicht vorhanden ist. Nur weil es ein Gesetz vorschreibt bedeutet das nicht das die Rauchmelder dann auch verwendet und gewartet werden. Ich brauch ja nur im eigenen Umfeld schauen, da gibt’s einige die sich schöne Palazzo Protzo gebaut haben aber wenn man sie drauf anspricht auf den Brandschutz bzw. Rauchmelder dann hört man immer das brauchen wir nicht es brennt eh nicht. Das aber die fixe Verkabelung und Vernetzung von Rauchmeldern wenn man es von Anfang an mit einplant eigentlich einen Spot kostet und absolut zum vernachlässigen ist bei den gesamten Baukosten interessiert genau niemanden. Und solange da das Bewusstsein in der Bevölkerung nicht vorhanden ist, wird es kaum etwas bringen.
    • @ Manfred da muss ich dir absolut zustimmen!

      Das beste Gesetz bringt leider nichts solange es keine ernsthaften Konsequenzen gibt.
      Auf Grund meines Berufs erlebe ich fast täglich die Diskussion über ausreichenden Brandschutz und die damit verbundenen Kosten. Da der Grundsatz "es passiert ja e nix" immer noch in unseren Köpfen wohnt wird die Frage des Bewusstseins noch lange leben. Wenn dann doch der Feuerteufel zuschlägt, sucht man einen Schuldigen, der meistens seine Unwissenheit schwört.
    • eben.. aber da wir in AUT mM nach in manchen Bereichen (quer durch die Bank, Statement nicht nur auf den Brandschutz bezogen) sowieso eine "Anlassgesetzgebung bzw. Anlassgerichtsbarkeit" haben ist das halt so...

      manches wird soo lange geduldet bis etwas passiert, dann "schaun a paar Leute blöd aus da Wäsch" und dann wird aber sofort und mit Nachdruck nach Köpfen gesucht die dann rollen müssen (solang nicht der eigene dabei ist...)
      hat man dan wen gefunden auf den "man's schieben" kann wird sich wieder im Sessel zurückgelehnt und vielfach auf die Konzeption und Implementierung von Verbesserungsmassnahmen "vergessen"...

      Und solange nur Wasser gepredigt und Wein getrunken wird (Feuerwehren welche keine BMA im Feuerwehrhaus haben weisen darauf hin wie wichtig und sinnvoll Heimrauchmelder sind....) wird diesbezüglich auch noch viel Wasser den Bach runterrinnen...

      So long..
      LG Michael
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      "Say what you mean and mean what you say."
      Meine Meinung(en) müssen nicht mit der Meinung meiner Feuerwehr ident sein.
    • Ein heisses Thema, dass da auf uns zukommt!

      Ich denke wenn die Nachbarn sagen "der piepst schon seit x Stunden", darf auch die Polizei davon ausgehen, dass es nicht brennt (wenn es immer noch nicht raucht).



      Diese Szenarien sollten aber in die Lehrpläne der Feuerwehr aufgenommen werden, da künftig öfter Heimrauchmelder-Alarme auf uns zukommen werden.

      Wir hatten selbst schon mehrfach solche Alarme und daher über das Vorgehen intern diskutiert.
      Ein Anwohner hört das "Alarm-Piepsen" (nicht Batterie-leer-Piepsen, das ist eine andere Geschichte) aus der Nachbarwohnung nebenan, gegenüber, ober- unterhalb und siehe da - es ist ihm nicht egal und er meldet das Piepsen einer Notrufnummer seines Vertrauens (bisher bei uns 122 und 133).

      Wenn dort Rauch, Feuerschein oder zumindest Brandgeruch feststellbar ist, dann ist der Fall klar - wir gehen rasch in dieses Wohnung, auch mit Gewalt und Sachschaden. (Innenangriff)

      Aber wie gehen wir vor, wenn die Wohnung zB im 4. OG liegt, das Fenster gekippt ist - der Melder laut Notrufer vor Ort schon seit Stunden piepst und keine Anzeichen für einen Brandeinsatz vorliegen?
      Fordern wir den Hubretter nach, damit wir in alle Fenster gucken können?
      Können wir überhaupt in alle Fenster der Wohnung erreichen? (Anleitermöglichkeit, Rollo, Vorhänge, ...)
      Die WBK zeigt keine Erwärnung in der Wohnung an, weder an der Wohnungsabschlusstüre, noch an den Fensterstöcken außen.
      Was wenn kein Fenster bzw. keine Balkontüre gekippt ist?
      Der Mieter und auch der Vermieter sind telefonisch nicht erreichbar.

      Was tun wir?
      Betreten wir die Wohnung?
      Schlagen wir eine Scheibe ein?
      Öffnen wir die Wohnungstüre rasch mit Sachschaden, oder warten wir auf einen Schlüsseldienst? (Die 0815 Standard-FF wird kaum Knowhow und Material für einen schadlosen "Einbruch" vorhalten)
      Oder fahren wir gar tatenlos wieder Heim?

      Bei Brandmeldeanlagen nach TRVB stellen sich diese Fragen nicht, da der FW ein Schlüsselsafe mit passendem Schlüssel für alle Türen bereit steht!
      Bei Heimrauchmeldern kann es durchaus zu kniffligen Situationen kommen - wie denkt ihr über dieses Thema?
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    • Nachdem es sich nicht um eine Einbruchsmeldeanlage handelt, sondern um einen (natürlich auch von der Feuerwehr propagierten) Heimrauchmelder, ist es ein Feuerwehreinsatz, wenn ein Feuermelder (aus welchem Grund auch immer) Alarm ausgelöst hat.

      Bei unseren Einsätzen war die Polizei anwesend und hat je nach Lust und Laune der anwesenden Beamten zugeschaut bzw. gesagt, dass es ein Feuerwehreinsatz ist und sie nur Unterstützen. "Die Entscheidung liegt bei der Feuerwehr, wir sichern nur die Türöffnung."

      Also schaune wir in die Wohnung rein, oder nicht? :rolleyes:
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    • Ich kenn zwar die Gesetzeslage auch nicht, aber trotzdem würde ich hier mal die "Kirche im Dorf" lassen.
      Ich hatte zu Hause (Mehrparteienhaus) mal den Fall, dass ein lautes Piepsen wahrgenommen wurde. Es stellte sich aber heraus, dass dieses Piepsen nur durch ein Kinderspielzeug verursacht wurde, welches im Freien stand und durch starken Regen einen Kurzschluss verursachte und somit piepste. Ich möchte also nicht die Veranwortung übernehmen, wenn durch so einen Grund eine Türöffnung (natürlich mit erheblichen Schaden) verursacht wird.

      Genau so sehe ich es auch mit den Rauchmeldern. Ist nur ein piepsen wahrnehmbar und keinerlei Anzeichen eines Brandverdachts, so würde ich die Lage bestmöglich und auch nur mit den vorhandenen Mitteln erkunden. Eventuell kann über Leitern oder einen Nachbarbalkon usw. ein Blick in die Wohnräume geworfen werden und eventuell ein Nachbar zur Kontrolle verständigt werden.
      Fangen wir als Feuerwehr an, dass wir wegen eines (defekten/getäuschtem) Rauchmelder Schäden verursachen, so werden die Rauchmelder im Privatbereich wieder sehr schnell verschwunden sein!
      Übrigens: Wir hatten auch schon mal nen BMA Einsatz, wo der Schlüsselsafe kaputt war und wir erst nach langem telefonieren einen Schlüssel für das Objekt besorgen konnten. Auch hier hätte sich sicherlich die Freude in Grenzen gehalten, wenn wir ohne stichhaltigen Grund (Brandanzeichen) eine Tür oder auch Fenster zerstört hätten.
      Lg Michael
    • Auf Grund meiner persönlichen Erfahrungen als EL bei solchen sch... Heimrauchmelder-Einsätzen würde ich im Zweifelsfall immer in die Wohnung rein wollen. Auch mit Sachschaden, wenn es sich nicht vermeiden lässt - der piepsende Melder muss kontrolliert werden.

      Grund 1.: dieser Einsatz
      Hier hat alles auf einen Bagatelle-Einsatz hingedeudet. Man hat diesen ausgewachsenen Brand nicht gefühlt, geschmeckt, gehört, gerochen, gesehen - nicht mal mit einer Wärmebildkamera.
      Was, wenn der Verstorbene erst Tage später nicht zur Arbeit erscheint und dann tot in der verbrannten Wohnung gefunden wird? Hätte man ihn vielleicht noch retten können? Die FW war ja vor Ort...

      Grund 2.: Es soll schon vorgekommen sein, dass Diabetiker "zu spät" zu kochen begonnen haben. Die Pfanne raucht, der Melder piepst, der Koch liegt unterzuckert in der Küche...

      Grund 3.: Es gibt erfinderische oder unintelligent Menschen, die in der Wohnung zB zu Grillen beginnen... (oder dies in suizidaler Absicht tun)

      Grund 4.: Wasserrohrbruch in der Wohnung darüber? usw.

      Es wäre an der Zeit, dass sich der ÖBFV und die Schulen eine Lehrmeinung zu dem Thema zurecht legen, oder?
      Der LFV Kärnten könnte die Hausaufgabe übernehmen, denn dort müssten jetzt mal über kurz oder lang die meisten Erfahrungswerte entstehen?
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    • Wie ich bereits angekündigt habe, wird das Bundesland Kärnten die meiste Erfahrung mit Heimrauchmeldern sammeln können.
      Ich hoffe die verantwortlichen Stellen (ÖBFV bzw. LFV) widmen sich dem Thema und bringen eine "SER" heraus?

      Bilderbuch-Beispiel:
      Rauchmelder rettete Epileptikerin

      Der Rauchmelder ihrer Wohnung hat eine Frau in St. Veit am Mittwoch gerettet. Sie hatte einen epileptischen Anfall erlitten, während Speisen auf dem Herd standen. Der Rauchmelder schlug Alarm, die Nachbarn riefen die Feuerwehr. Die Frau wurde rechtzeitig gefunden.

      Eine Nachbarin hörte am späten Abend das Piepsen des Rauchmelders in der Wohnung der Frau. Die Nachbarin ging nachschauen und klopfte an der Tür. Als sich niemand meldete, alarmierte sie die Feuerwehr. Als die Einsatzkräfte eintrafen, war durch den Briefschlitz Licht in der Wohnung zu sehen. Allerdings roch es nicht nach Rauch, daher wurde die Polizei gerufen, um das weitere Vorgehen miteinander abzusprechen. Während die Polizei unterwegs war, ertönte plötzlich ein zweiter Alarm aus der Wohnung. Deshalb wurde die Tür nun doch aufgebrochen, es roch jetzt auch leicht nach Rauch.

      Mieterin bewusstlos

      Die 50-jährige Mieterin lag bewusstlos in der Wohnung - der Rauch kam von Speisen auf dem eingeschalteten Herd. Bis zum Eintreffen des Notarztes wurde die Patientin laut Feuerwehr St. Veit von den Feuewehrleuten mit Sauerstoff versorgt. Der Notarzt stellte dann fest, dass die Bewusstlosigkeit nichts mit Rauchgasen zu tun hatte, sondern auf einen schweren epileptischen Anfall zurückzuführen war. Die Frau wurde ins Krankenhaus eingeliefert.
      Quelle: ORF Kärnten

      Was wohl passiert wäre, wenn man den piepsenden Melder ignoriert hätte?
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