Neue Richtlinien für den AS-Einsatz?

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    • Neue Richtlinien für den AS-Einsatz?

      Immer wieder sprechen Kameraden von neuen Richtlinien für den Atemschutzeinsatz. Angeblich sollen z.B. verpflichtend Schutzhosen (Überhosen) für den IA vorgeschrieben werden und der ASSP neu organisiert werden. Und das Ganze schon bald!?

      Was in welcher Form von wem vorgeschrieben werden wird, kann mir allerdings bis jetzt keiner beantworten. Somit weiß ich auch nicht, ob das dann für Ö oder nur für OÖ gelten soll.

      Hat jemand davon schon gehört? Gibt's dazu schon nähere Infos?
    • RE: Neue Richtlinien für den AS-Einsatz?

      Original von FireFighter23
      Immer wieder sprechen Kameraden von neuen Richtlinien für den Atemschutzeinsatz. Angeblich sollen z.B. verpflichtend Schutzhosen (Überhosen) für den IA vorgeschrieben werden und der ASSP neu organisiert werden. Und das Ganze schon bald!?

      Was in welcher Form von wem vorgeschrieben werden wird, kann mir allerdings bis jetzt keiner beantworten. Somit weiß ich auch nicht, ob das dann für Ö oder nur für OÖ gelten soll.

      Hat jemand davon schon gehört? Gibt's dazu schon nähere Infos?


      Für den Schuz der Geräteträger vllt ein fortschritt richtlinien für einsatzbekleidung zu erstellen die auch den standards entsprechen.

      P.S.: Wär mir neu das eine richtlinei der Feuerwehr in Österreich einheitlich ausgearbeitet würde, vor allem in der bekleidung. :)
      Wenn du glaubst es geht nicht mehr, dann kommt von irgendwo, ähm, ja...... ruf einfach 122 an. :D

      Das ist auschließlich mein Senf den ich da dazugebe!
    • RE: Neue Richtlinien für den AS-Einsatz?

      Dass es Sinn machen würde, steht außer Frage, vor allem in den Belangen der persönlichen Schutzausrüstung, wo ein Großteil der FF's noch hinten aus ist.

      An eine österreichweite Lösung glaube ich sowieso nicht, eher an eine "österreichische Lösung", also im Endeffekt gar keine ...
      Aber dass der LV mal etwas ändert, wäre ja auch eine Sensation.

      Darum hat mich das Ganze generell verwundert. Und außer ein paar Gerüchte habe ich noch nichts gehört. Bestätigen konnte mir noch keiner etwas. Darum meine Frage ...
    • RE: Neue Richtlinien für den AS-Einsatz?

      Original von FireFighter23
      Dass es Sinn machen würde, steht außer Frage, vor allem in den Belangen der persönlichen Schutzausrüstung, wo ein Großteil der FF's noch hinten aus ist.

      An eine österreichweite Lösung glaube ich sowieso nicht, eher an eine "österreichische Lösung", also im Endeffekt gar keine ...
      Aber dass der LV mal etwas ändert, wäre ja auch eine Sensation.

      Darum hat mich das Ganze generell verwundert. Und außer ein paar Gerüchte habe ich noch nichts gehört. Bestätigen konnte mir noch keiner etwas. Darum meine Frage ...


      Vl könne dir e die OÖ forumsteilnehmer bescheid sagen, aber das kann gut möglich sein, wenn der ausschuß für atem und körperschutz seine arbeit gut macht.
      Wenn du glaubst es geht nicht mehr, dann kommt von irgendwo, ähm, ja...... ruf einfach 122 an. :D

      Das ist auschließlich mein Senf den ich da dazugebe!
    • In der letzten Ausgabe von FeuerwehrObjektiv war ein Beitrag zu diesem Thema enthalten.

      Im Rahmen einer österreichweiten Arbeitsgruppe wurden alle Aspekte zum Atemschutzeinsatz in einem Arbeitspapier zusammengefasst.


      Dazu gehören:
      [list=1]
      Hohlstrahlrohr und Strahlrohrführung

      Die Durchflussmenge ist vor dem Druck zu beurteilen

      Persönliche Ausrüstung (PSA nach EN 469 Stufe 2 „von Kopf bis Fuß“, Totmannwarner, Knickkopflampe, Bandschlinge und Karabiner, Brechwerkzeug, Fluchthauben – nur bei potentieller Menschenrettung durch verrauchte Bereiche, Wärmebildkamera)

      Der Feuerwehrgurt hat ausgedient, weil eine Selbstrettung mit ihm in der Praxis nie stattgefunden hat.

      Taktik im Trupp (1. Mann ist Strahlrohrführer, 2. Mann ist Truppführer, 3. Mann ist Truppmann)

      Der Dreier-Trupp ist zwecks Selbsthilfe im Falle eines Unfalles vorzuziehen (Zweiertrupp ist nur im Außenangriff zulässig)

      Medizinische Aspekte

      Ausbildung (unbedingt mehrstufig: Basisausbildung, Übungsstrecke, Training in einer gasbefeuerten Anlage und erst danach das Training in einer holzbefeuerten Wärmegewöhnungs- oder Rauchdurchzündungsanlage)

      Atemschutzüberwachung (in Zukunft ist eventuell auch das „Einspiegeln“ von Informationen wie Flaschendruck in die Maske möglich)

      Moderne Taktik im Innenangriff (Mobiler Rauchverschluss, Druckbelüftung, Tür-Check)

      Für die Such- und Kennzeichnungssysteme soll eine österreichweite Lösung gefunden werden.
      [/list=1]

      Diese Fachunterlage muss jetzt vom ÖBFV und den neun Landesverbänden beschlossen werden.

      Meiner Meinung nach ist zu hoffen, dass diese Vorschläge schon bald österreichweit umgesetzt werden![/list]
    • Also ich halte das für eine gute Initiative. Ob da wirklich was bundeseinheitliches herauskommt? ich bin gespannt?

      Warum man die WBK nicht mitnehmen soll, wenn es keine Menschenrettung ist verstehe ich ehrlich gesagt nicht.
      Gezeichnet: der Oberstrahlrohrinspketor (OSRI) s.e.
      staatlich geprüfte Nervensäge für das Feuerwehr- und Zivilschutzwesen und überhaupt für alles!
      Diesen Beitrag ausdrucken und in der Personalakte ablegen. Kopie ergeht an die Rechtsabteilung.
    • Sinn macht es schon. Eine WBK erleichtert die Orientierung in stark verrauchten Bereichen. Ich kann die Hitzeschichten über mir kontrollieren. Die Lokalisierung von Brandherden wird erleichtert. Und die Meldung "wahrscheinlich keiner mehr drinnen" heißt nicht "keiner mehr drinnen".

      Ich seh das Problem viel mehr in der flächendeckenden Ausrüstung mit WBK. Die Dinger sind alles andere als billig. In OÖ hat man mit den letzten ASF in jedem Bezirk eine stationiert. Das is weit weg von flächendeckend.

      Kann mir diesen Artikel jemand zukommen lassen? Die FO dürfte sich jemand ausgeliehen haben. Sie ist im FF-Haus jedenfalls nicht auffindbar.
    • Original von FireFighter23
      Ich seh das Problem viel mehr in der flächendeckenden Ausrüstung mit WBK. Die Dinger sind alles andere als billig. In OÖ hat man mit den letzten ASF in jedem Bezirk eine stationiert. Das is weit weg von flächendeckend.


      ...und dann ist auch noch das Thema Alarmierung.
      Als wir mal eine benötigt haben (eigentlich nicht, aber der EL hat halt geglaubt), wollte er die räumlich viel nähere WBK der Feuerwehr Freistadt alarmieren (Anfahrt 10km), da diese aber von der Feuerwehr selbst gekauft wurde, exestiert sie offiziel nicht und wurde von der LWZ nicht alarmiert.
      Zuständig ist Ottensheim (ASF Stützpunkt mit ca. 35km Anfahrt), also wurde diese alarmiert, im Ernstfall eine unzumutbare Wartezeit.

      Detail am Rande: bei besagten Einsatz war es egal, weil nur Scheunenbrand....der Kamerad der FF Ottensheim, der sicher einigen (aus der LFS) bekannte Bernhard W. ist einen halben Meter hoch gesprungen weil er wegen nichts so weit fahren musste :D......aber mit ernsten Hintergrund: auch bei einer Fehlalarmierung wärs bei den Freistädtern mit den 10km Anfahrtsweg weniger tragisch.
      ist natürlich nur meine persönliche Meinung


      Meine Feuerwehr im sozialen Netzwerk
    • Original von altes strahlrohr
      Warum man die WBK nicht mitnehmen soll, wenn es keine Menschenrettung ist verstehe ich ehrlich gesagt nicht.


      Die Fluchthauben sollst nur bei Menschenrettung mitnehmen, nicht die WBK.


      Wäre eh an der Zeit, dass sich da endlich mal was tut. Interessant wären auch noch die Themen Schlauchtragekörbe und Schlauchpakete.

      Und ein seeehr interessantes Thema wird sicherlich die Sache mit den Ausblidungsstätten (Brandcontainer, etc...) - wer betreibt das, wer wartet das, wer übernimmt die Verantwortung (und die Kosten).
      Wenn ich dran denk, was es jetzt schon für ein Theater ist, mal das Brandhaus in der LFS in Betrieb zu nehmen...
    • Für eine flächendeckende Ausrüstung mit WBKs wären landesweite Beschaffungsaktionen wünschenwert! So könnten diese Dinger noch am ehesten erschwinglich gemacht werden.

      Mir wären Schlauchtragekörbe und Schlauchpakete auch lieber für den Innenangriff.
      Im besagten Arbeitspapier steht aber ganz klar, dass 200 l/min am Rohr Voraussetzung für den IA sind. Da diese Menge auch mit dem HD erreicht wird und die Komponente Druck laut dieser Arbeitsgruppe vernachlässigt werden kann, wird es da leider keine einheitlichen Regelungen geben.
    • Wir haben selbst keine WBK. Ich kenne nur das Gerät des OÖLFV, die in den ASF mitgeführt wird. Wir hatten dieses Gerät vom Typ Maurer Solidstate mal bei einer heißen Übung im Trupp mit. Es ist aber eher unhandlich und liefert nur ein S/W-Bild.
      Das Fahrzeug und somit auch die WBK wird kaum angefordert, das muss schon wirklich viel passiert sein. Und in der Erstphase, wenn wirklich IA durchgeführt werden, ist das Gerät sowieso nicht vor Ort. Für dieses besagten Erstangriff müsste JEDE FF eine WBK mitführen. Das würde nur funktionieren, wenn es ein wirklich günstiges, handliches Gerät gibt, das flächendeckend über den LV beschafft wird. Und selbst dann wird sich das so manche Feuerwehr nicht leisten können/wollen.

      Ähnlich sehe ich das bei der PSA. Genug Feuerwehren haben noch keine Schutzhosen (Überhosen), weil man ja das "Wärmefenster" braucht, das war ja schon vor 20 Jahren so. Und auch an den Funkgeräten wird es hapern, vor allem wenn jeder ein HFG mithaben soll.

      Von der Ausbildung rede ich gar nicht. Das Angebot für Heißausbildungen in gasbefeuerten Anlagen (meist mobile Container) ist schon sehr gering. Holzbefeuerte Anlagen kann man da noch seltener benutzen. Und ich rede da von Trainingsanlagen, nicht von alten Containern, in denen (sorry für den Ausdruck) einfach Wahnsinnige mit altem Palettenholz und vielleicht noch Brandbeschleuniger Feuer machen und das Leben ihrer naiven Kameraden, die da noch hinein gehen, aufs Spiel setzen.
      Mit der einmaligen Ausbildung ist es ja nicht abgetan. Das ganze muss ja regelmäßig geübt werden.


      Ich kann aus diesem Papier wirklich viele positiven Aspekte herauslesen. Das größte Problem, selbst wenn das alle Verbände beschließen, sehe ich in der Finanzierung. Während es sich sicherlich genügend Gemeinden nicht leisten können, WOLLEN es sich höchstwahrscheinlich noch viel mehr Gemeinden nicht leisten. Es brennt ja schlielich nur einmal in 100 Jahren, und da kann ich nicht alle meine 7 Feuerwehren im Gemeindegebiet mit Hightech ausrüsten. Und wenn dann auch die Führungskräfte in der Feuerwehr uneinsichtig sind, weil es ja früher auch irgendwie ging, ohne die ganze Technik und Taktik, dann sehe ich da wenig Chancen für eine sinnvolle Umsetzung.

      ABER: Die Hoffnung stirbt zuletzt ... :winken:
    • Original von FireFighter23
      Wir haben selbst keine WBK. Ich kenne nur das Gerät des OÖLFV, die in den ASF mitgeführt wird. Wir hatten dieses Gerät vom Typ Maurer Solidstate mal bei einer heißen Übung im Trupp mit. Es ist aber eher unhandlich und liefert nur ein S/W-Bild.
      Das Fahrzeug und somit auch die WBK wird kaum angefordert, das muss schon wirklich viel passiert sein. Und in der Erstphase, wenn wirklich IA durchgeführt werden, ist das Gerät sowieso nicht vor Ort. Für dieses besagten Erstangriff müsste JEDE FF eine WBK mitführen. Das würde nur funktionieren, wenn es ein wirklich günstiges, handliches Gerät gibt, das flächendeckend über den LV beschafft wird. Und selbst dann wird sich das so manche Feuerwehr nicht leisten können/wollen.

      Ähnlich sehe ich das bei der PSA. Genug Feuerwehren haben noch keine Schutzhosen (Überhosen), weil man ja das "Wärmefenster" braucht, das war ja schon vor 20 Jahren so. Und auch an den Funkgeräten wird es hapern, vor allem wenn jeder ein HFG mithaben soll.

      Von der Ausbildung rede ich gar nicht. Das Angebot für Heißausbildungen in gasbefeuerten Anlagen (meist mobile Container) ist schon sehr gering. Holzbefeuerte Anlagen kann man da noch seltener benutzen. Und ich rede da von Trainingsanlagen, nicht von alten Containern, in denen (sorry für den Ausdruck) einfach Wahnsinnige mit altem Palettenholz und vielleicht noch Brandbeschleuniger Feuer machen und das Leben ihrer naiven Kameraden, die da noch hinein gehen, aufs Spiel setzen.
      Mit der einmaligen Ausbildung ist es ja nicht abgetan. Das ganze muss ja regelmäßig geübt werden.


      Ich kann aus diesem Papier wirklich viele positiven Aspekte herauslesen. Das größte Problem, selbst wenn das alle Verbände beschließen, sehe ich in der Finanzierung. Während es sich sicherlich genügend Gemeinden nicht leisten können, WOLLEN es sich höchstwahrscheinlich noch viel mehr Gemeinden nicht leisten. Es brennt ja schlielich nur einmal in 100 Jahren, und da kann ich nicht alle meine 7 Feuerwehren im Gemeindegebiet mit Hightech ausrüsten. Und wenn dann auch die Führungskräfte in der Feuerwehr uneinsichtig sind, weil es ja früher auch irgendwie ging, ohne die ganze Technik und Taktik, dann sehe ich da wenig Chancen für eine sinnvolle Umsetzung.

      ABER: Die Hoffnung stirbt zuletzt ... :winken:



      ja ok, stimmt schon alles was Du sagst, nur: wenn eh nur alle 100 Jahre brennt, dann

      brauchen alle einen Atemschutz?

      eine Flammschutzhaube?

      überhaupt Schutzbekleidung?

      genügt nicht auch ein TS-Anhänger?
      Gezeichnet: der Oberstrahlrohrinspketor (OSRI) s.e.
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    • Original von flesch
      WBK sind erschwinglich!
      Aber solange man das Geld lieber für uralt Fahrzeuge, festausstattung etc. ausgeben will, können die Kameras so günstig sein, wie sie wollen...


      Es mangelt nicht unbedingt am Geld, sondern auch am Willen. Viele Entscheider befassen sich gar nicht mit so taktischen Fragen. das ist mehr was für die Spinner in den Foren (Habe ich oft gehört von den Praktikern...)
      Gezeichnet: der Oberstrahlrohrinspketor (OSRI) s.e.
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    • Original von matschy

      ...und dann ist auch noch das Thema Alarmierung.
      Als wir mal eine benötigt haben (eigentlich nicht, aber der EL hat halt geglaubt), wollte er die räumlich viel nähere WBK der Feuerwehr Freistadt alarmieren (Anfahrt 10km), da diese aber von der Feuerwehr selbst gekauft wurde, exestiert sie offiziel nicht und wurde von der LWZ nicht alarmiert.


      Da muss ich dich korrigieren, unsere WBK ist ebenfalls ein Stützpunktgerät und vom Land für das GSF beigestellt. Da aber das GSF im April verlegt wird, weiß ich jetzt nicht, ob die WBK in Freistadt bleibt, wahrscheinlich nicht ...