Jugendfeuerwehrmitglieder anderer Kulturen

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    • Jugendfeuerwehrmitglieder anderer Kulturen

      Hallo Kameraden und Kameradinnen,

      weil ich wieder mal vor einem neuen Umstand stehe, möchte ich natürlich auch eure Expertenmeinungen hören.

      Unsere Jugendgruppe ist heuer zu aller Freude recht ordentlich gewachsen. Gestern habe ich nun das Beitrittsansuchen eines weiteren Mitgliedes in meiner Post gefunden: ist ein Mädchen, 12 Jahre, ihre Eltern stammen aus dem ehem. Jugoslawien und sie ist Moslem.

      Alles kein Problem, ich kenn das Mädel eh schon länger, sie ist schon hier geboren und ihre Eltern sind auch bestens integriert. Meines Wissens sind sie auch eher so Papier-Moslems wie unsereins nur am Papier gläubiger Christ ist (ohne Abwertung, aber so richtig fanatisch sind wir doch alle nicht).

      Aber... so sehr wir auch darauf beharren, dass die Feuerwehr unpolitisch ist, so können wir gleiches von der Religion nicht behaupten. Die Feuerwehr ist sehr stark mit christlichen Symbolen und Traditionen verbandelt ("Florian...", Fahrzeugsegnungen, kirchliche Ausrückungen,...).
      Trotzdem sollte es möglich sein, dass wir auch nicht-christliche Kulturen und Religionen Platz in unseren Reihen schaffen.
      Bei Erwachsenen mach ich mir da keine Sorgen. Wir haben auch einige, die anderen, asiatischen Religionen angehören. Aber damit müssen sie selber umgehen können, was auch immer klappt.
      Bei den Jugendlichen ist es etwas anderes. Hier ist schon ein Entgegenkommen und richtiges Umgehen seitens der Feuerwehr notwendig, um auch hier den anderen Kulturen den nötigen Respekt zu erweisen.

      Da ich in dieser Situation noch unerfahren bin und ich peinliche Fehler oder kulturelle Fauxpax' vermeiden möchte, ersuche ich euch um eure Meinung zu diesem Thema. Ganz speziell spreche ich mit dieser Bitte Kameraden an, die bereits auf Erfahrung mit Jugendlichen fremder Religionen zurückgreifen können. Aber auch theoretisches Wissen ist mir sehr willkommen.

      Meine Fragen:
      Habt ihr in eurer Jugendgruppe Jugendliche aus anderen Kulturen bzw. fragt ihr die Religion (etwa über das Standardformular) beim Eintritt überhaupt ab ?
      Wie nehmt ihr mit der Jugendgruppe Rücksicht darauf ? Bei kirchlichen Ausrückungen ? Bei Essensbestellungen (Schweinefleisch,..) ? Bei Feldmessen ? Feiertagen der anderen Religion ?
      Habt ihr ein Gespräch mit den Eltern geführt ? Wenn ja: wer (Jugendbetreuer ? Jugendbetreuerin ? Kommandant ?)
      Wie beeinflusst dieser Umstand sonst die Jugendgruppe ? Oder hat er keinen Einfluß ?

      Danke für eure Infos !!

      PS: nur um sicher zu gehen: Das Mädchen ist absolut willkommen bei uns ! Ihre Herkunft ist gar kein Thema ! Wir wollen halt nur lernen, um auch korrekt miteinander umgehen zu können.
      Meine Meinung = MEINE Meinung

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von undee ()

    • Hallo Andreas!

      PS: nur um sicher zu gehen: Das Mädchen ist absolut willkommen bei uns ! Ihre Herkunft ist gar kein Thema ! Wir wollen halt nur lernen, um auch korrekt miteinander umgehen zu können.


      Ich verstehe Dich voll und ganz. Aber ich denke dass es der beste Weg ist, das Mädchen genau so zu behandeln wie alle anderen der FJ auch.

      Einfach so sein wie bei allen anderen auch.

      mfg
      Florian
      Florian Miller
      Der Inhalt meiner Postings entspricht meiner persönlichen Meinung

      Mehr über meine Feuerwehr erfährt ihr unter...
      Freiwillige Feuerwehr Hinterstoder - OÖ
      http://www.ff-hinterstoder.at
      facebook.com/ffhinterstoder
    • Hallo
      Du nennst das Mädchen selbst "papiermoslem". Sehr netter Ausdruck, finde ich :D
      Die Riten im Elternhaus werden wohl nicht soooo genau genommen.
      Du wirst aber nie erfahren, an welchen Festivitäten z.B. der Weihnachtsfeier das Mädel teilnehmen kann, wenn Du sie oder die Eltern nciht fragst. Meist sagen auch schon die Kinder von sich aus, dass sie z.B. kein Schweinefleisch essen oder dass sie während dem Ramadan evtl. nicht zur Übungsstunde kommt.

      Ich empfehle ein Gespräch mit den Eltern, indem klar gesagt wird, dass es alleine um die Info geht, was geht und was nicht geht, und nicht darum, dass sie eine Muslima ist.
      Gib ganz offen zu, dass Du einfach wenig Ahnung von ihrer Religion hast und dich dafür interessierst.

      Meist ist die Situation völlig unkompliziert. Wir hatten selbst mal einen muslimischen Junge, der aber fleißig an allem teilgenommen hat, was wir angeboten haben. Von fahnensegnung bis Weihnachtsfeier- alles kein Problem.
      Wer nie vom Weg abkommt, bleibt auf der Strecke.