Feuerbeschau ...

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Feuerbeschau ...

      Halllo,

      meine Fragen zur gesetzlich vorgeschriebenen Feuerbeschau:

      > sollten die Intervalle (in Salzburg derzeit für Privathäuser - 10 Jahre und für gewerbl. Betriebe und landwirtschaftliche Objekte - 5 Jahre) verändert werden ...
      > soll die Feuerbeschau gänzlich abgeschafft werden ...
      > welche Personen sollen an der Feuerbeschau teilnehmen ...
      > welche Alternativen gibt es zur Feuerbeschau ...
      > ...

      Freue mich auf Eure Antworten

      mfg
      Rupert
      Mit freundlichen Grüßen - Rupert
      Besuchen Sie die Homepage der FF Kuchl (S):
      ff-kuchl.at - Wir freuen uns auf Sie ...
    • Also ich find´s vorweg mal komisch, aber das ist halt unsere Gesetzgebung, daß wieder jedes Bundesland hier sein eigenes Süppchen kocht und die Intervalle und Vorschriften unterschiedlich sind. Aber ich glaub darauf ziehlt deine Frage nicht ab.

      In OÖ gibt´s noch mehr Abstufungen. Wenn ich mich jetzt richtig erinnere haben Gewerbe- Industriebetriebe alle 3 Jahre die Begehung und dann gibt´s da ein paar sonderfälle, bis zu den Privathäusern wo wir glaube ich derzeit bei 12 Jahren liegen. Alle Angaben ohne Gewähr :D

      Die Intervalle passen aus meiner Sicht. Ob jetzt 3 oder 5 Jahre, naja. Aber wirklich wichtig ist, daß diese Begehungen erfolgen, einfach um einen gewissen Standard zu halten. Praktisch kann der Eigentümer 5 Minuten später alles umstellen und wir wissen es nicht. Trotzdem halte ich dies für eine sinnvolle und notwendige Maßnahme.

      Von den Personen, ist meines Erachtens wichtig ein Sachverständiger (aus welchen Reihen auch immer), der Pflichtbereichskdt. oder ein von Ihm benannter Vertreter, und möglicherweise, kommt auf das Objekt an, ein Vertreter der Gemeinde.

      Alternativen wären für mich eine Vorgehensweise wie bei der Gewerbeordnung. Hier muß der Betreiber selbst für eine wiederkehrende Kontrolle nach §82b sorgen. Und Mängel an die Gewerbebehörde melden. Tut er das nicht, ist er in der Verantwortung und wem das einmal klar gemacht wurde, der wird sich darum kümmern diese Kontrollen und die Verbesserungen durch zu führen.
      Wolfgang Scheureder
      www.ff-eberstalzell.at
      Das oben geschriebene, spiegelt ganz alleine meine Meinung wieder.
    • Feuerbeschau

      Hallo Kameraden!

      In den Unterlagen des FLA GOLD von 2007 habe ich in den
      länderspezifischen Fragen für OÖ folgende Ausführungen gefunden, welche ich hiermit zur Kenntnis bringen möchte.


      Welche Aufgaben hat die Feuerpolizeiliche Überprüfung?
      Festzustellen, ob
      a) die Vorschriften und die auf Grund des Oö. Feuerpolizeigesetzes erlassenen Verordnungen und Bescheide durch den Eigentümer des Objektes eingehalten werden
      b) Bauschäden, elektrische Anlagen oder Betriebsmittel vorhanden sind, von denen eine Brandgefahr ausgeht, und
      d) alle sonstigen Voraussetzungen, die für die Brandverhütung, den Vorbeugenden Brandschutz und die Brandbekämpfung von Bedeutung sind, vorliegen

      Wie oft muss - nach den Vorschriften des Oö. Feuerpolizeigesetzes - die
      Feuerpolizeiliche Überprüfung bei Objekten der Risikogruppe in einer Gemeinde durchgeführt werden?
      Alle drei Jahre

      Wer ist der Leiter der Feuerpolizeilichen Überprüfung?
      Ein Organ der Gemeinde

      Wer ist der Feuerpolizeilichen Überprüfung jedenfalls beizuziehen?
      a) ein Sachverständiger des für die Überprüfung des Objektes erforderlichen Sachgebietes
      b) bei Objekten der Risikogruppe der Pflichtbereichskommandant bzw. dessen Vertreter
      c) der Brandschutzbeauftragte, soferne ein solcher bestellt ist

      Worauf soll bei der Feuerpolizeilichen Überprüfung in Bezug auf
      Löschwasserentnahmestellen geachtet werden?
      Auf ausreichenden Löschwasservorrat, normgerechte Kennzeichnung und jederzeit mögliche Zufahrt bzw. Zugänglichkeit

      Wie erfolgt die Abstellung der bei der Feuerpolizeilichen Überprüfung
      festgestellten Mängel?
      Die bei der Überprüfung festgestellten Mängel werden vom Bürgermeister dem Eigentümer in einem Bescheid unter Setzung einer angemessenen Frist zur Beseitigung vorgeschrieben. Die Erfüllung dieses feuerpolizeilichen Auftrages wird in einer Nachbeschau überprüft.

      Ist zwar nicht das Gelbe vom Ei. Hoffe aber, dass die Diskussion hiermit an Interesse gewinnt.

      Kameradschaftliche Grüße aus dem Almtal

      User 1
    • Hallo zusammen

      Also in NÖ gelten folgende zeitlichen Vorgaben
      alle Objekte alle 5 Jahre - mit folgenden Einschränkungen
      - Wohngebäude bis Bauklasse II durch den Rauchfangkehrermeister alleine
      - der Gemeindrat KANN in besonderen Fällen die Überprüfungsfrist auf 10 Jahre erweitern (für einzelne Objekte nicht generell)
      - der BGM kann jederzeit eine Komissionelle Überprüfung einzelner Objekte beauftragen.

      Zu vollziehen hat die feuerpolizeiliche Beschau der BGM - er hat sich der feuerpolizeilichen Komission zu bedienen.

      Die Komission setzt sich aus BGM (oder einem Vertreter der Gemeinde), einem RauchfangkehrerMEISTER und dem KDT der örtlich zuständigen FW (oder einem von diesem bestimmten Vertreter) zusammen. Bei Bedarf können weitere Sachverständige zugezogen werden.

      Meine Meinung zum Thema
      Ich finde die Besc hau grundsätzlich wichtig.
      Was meines Erachtens allerdings Schmarrn ist, dass NUR nach NÖFG beschaut werden kann/darf. Meiner Meinung nach müßte eigentliche eine allgemeine Sicherheitsbeschau durch geführt werden.
      WARUM? - Viele Mängel die man so während der Beschau findet gehören eigentlich in die Baupolizei, zum Teil auch in die Sanitätspolizei. Speziell in Betrieben findet man auch jede Menge Verstöße/Abweichungen zum Gewerberecht bzw. Arbeitnehmerschutz - All das kann die Komission nicht bzw. nur mit Kopfstand auf einer Zehe aufzeigen und die Behebung veranlassen.

      Auf den Punkt gebracht: Wiedereinmal verläuft sich eine eigentlich sinnvolle Einrichtung im Nirvana unseres Gesetzesdschungel.
      Es ist der größte Wahnsinn, die Welt zu sehen wie sie ist und nicht wie sie sein SOLL
      (Miguel de Servantes - De hombre de la manxa
    • In der Steiermark generell 5 Jahre. Kann durch Verordnung des Gemeinderates auf 7 Jahre gedehnt werden. Bei besonders brandgefährlichen Objekten 3 Jahre.(Hotels, Geschäfte über 600m² usw.)
      Der Komission gehören ein Vertreter der Gemeinde (Verhandlungsleiter), Rauchfangkehrermeister und Kommandant der örtlichen Feuerwehr. Letzterer kann sich vertreten lassen! Ebenfalls sollte ein Protokolführer dabei sein!
      Bei Bedarf können auch weitere Sachverständige beigezogen werden.
      Früher waren wir Laiendarsteller, Heute sind wir Profis!
      ff-badaussee.at
    • Ich halte ehrlich gesagt nicht so viel von der Feuerbeschau. Der Grund ist die österreichische Realverfassung oder die gesellschaftlichen Verhältnisse. Feuerbeschau ist, wie alle Hoheitsakte in Gemeindehand, ein Mittel, dass der Herrschaftsausübung dienen kann. Den nicht jeder hat Feuerbeschau, oder präziser, einige haben nie Feuerbeschau. Manche sind gleicher als gleich, bei der Feuerbeschau wie bei der Baugenehmigung.

      Der nächste Punkt ist, dass die Art und Weise der Durchführung sehr ins private geht. Während außer bei Gefahr in Verzug die Sicherheitsbehörden einen gerichtlichen Auftrag zum schnüffeln brauchen, braucht der Rauchfangkehrer nix. Privateste Räume wie Toilette und Schlafzimmer werden kontrolliert, sogar einen begehbaren Schrank musste ich ausräumen, weil der Rauchfangkehrer lose Kabel vermutete. Das dies kein Einzelfall bei mir war, ist mir durch mehrere Gespräche bekannt, in die Zeitung schaffte es die besonders „gründliche“ Feuerbeschau in der Gemeinde Gablitz, wo auch Widerstand bei der Bevölkerung manifest wurde.

      Natürlich kann man sich für diesen Behördenstreich einen Tag Urlaub nehmen, denn wann der Meister des Kehrens kommt, lässt sich nicht vorhersagen. Von Samstag oder Abend kann man eh nur träumen.

      Wirklich verhindert hat die Feuerbeschau wohl noch keinen einzigen Brand. Feuerstätten werden in NÖ vier mal gekehrt, trotzdem gibt es immer wieder Rauchfangbrände. Dürfte ja dann gar nicht sein, oder? Der Kabelbrand in der Waschmaschine, die vergessenen Pommes am Herd, all das kann die Feuerbeschau nicht verhindern. Für normale Wohnhäuser halt ich die Feuerbeschau nur für eine Belästigung der Bevölkerung und Einnahmequelle für die Rauchfangkehrer.

      ---
      Die Dinge in der Welt sind kompliziert, sie werden von allen möglichen Faktoren bestimmt. Man muß die Probleme von allen Seiten betrachten und nicht nur von einer einzigen. (Mao tse-tung)
      Gezeichnet: der Oberstrahlrohrinspketor (OSRI) s.e.
      staatlich geprüfte Nervensäge für das Feuerwehr- und Zivilschutzwesen und überhaupt für alles!
      Diesen Beitrag ausdrucken und in der Personalakte ablegen. Kopie ergeht an die Rechtsabteilung.